Bewahrt den natürlichen Charakter des Strandes der Wohlenberger Wiek!

 Der Strand der Wohlenberger Wiek soll nicht bebaut werden.

 

 

23. August 2021

Die Petition wurde übergeben:

Am 23. August 2021 ist die Petition gegen die von der Stadt Klütz geplanten Baumassnahmen an der Wohlenberger Wiek im Rahmen einer Stadtvertretersitzung am Herrn Bürgermeister Mevius übergeben worden.

Hier der Zeitungsbericht der Ostseezeitung zur Übergabe der Petition am 23. August 2021 und ein Leserbrief zum Zeitungsbericht.

 

24. Juni 2021 

Die Laufzeit der Petition zur Bewahrung des natürlichen Charakters der Wohlenberger Wiek ist beendet. Die Petition war ein großer Erfolg!

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Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition,

vielen Dank für Ihre Unterzeichnung der Petition und insbesondere auch für die vielen wertvollen Kommentare, die viele von Ihnen mit der Zeichnung der Petition abgegeben haben.

Gerade diese Kommentare sind ein Fundus, um den Stellenwert der Bewahrung der Natur an der Wohlenberger Wiek und auch an der gesamten Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zu machen.

Jetzt wird die Übergabe der Petition an den Bürgermeister der Stadt Klütz vorbereitet.  Aber auch anderen Adressaten und politischen Entscheidungsträgern soll die Petition mit vielen Kommentaren zur Kenntnis gegeben werden, damit die Ansichten der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner umfassend deutlich werden.

Vielen UnterstützerInnen der Petition haben ihren Wohnsitz nicht im Landkreis Mecklenburg-Vorpommern. Aber aus sehr vielen Kommentaren wird deutlich, dass sie sich der Wohlenberger Wiek als Teil ihrer Heimat verbunden sehen oder dass sie als regelmäßige Besucher der Wohlenberger Wiek gerade den Erholungswert der unberührten Natur besonders schätzen. Daher sind auch diese Unterstützer der Petition für die Entscheidung der Stadtvertretung Klütz wichtig.

Der Wortlaut der Petition und die Begründung beziehen sich nur auf den Strand der Wohlenberger Wiek.

Das Anliegen vielen Unterstützer der Petition geht aber weiter.  Z. B.:

  • Ihnen ist an der Bewahrung ihrer Heimat gelegen, deren Natur einen zentralen Stellenwert hat.
  • Sie lehnen eine weitere Kommerzialisierung der Natur als Erholungsraum ab.
  • Sie sehen eine weitere Bebauung der Ostseeküste zu touristischen Zwecken sehr kritisch.
  • Haben sie aus der Erfahrung der Bebauung an der Ostseeküsten in Mecklenburg-Vorpommern die Sorge, dass mit kleiner Bebauung angefangen wird und dann nach und nach die Bebauung ausgeweitet wird.
  • Sie fordern eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Einwohner gegenüber vielfach auswärtigen Investoren.
  • Sie treten für ein weniger konsumorientiertes Verständnis von Tourismus und für unberührte Natur als einen großen Schatz von Mecklenburg-Vorpommern als Urlaubsregion ein.

Da die sehr vielen Stellungnahmen / Kommentare zur Petition authentisch die Sicht der vielen UnterstützerInnen zum Ausdruck bringen, habe ich viele dieser Kommentare hier anonym veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Bley

 

Eine statistische Auswertung der Petition ist hier zu finden.

 

Hier zu den Unterlagen aus der Sitzung der Stadtvertretung Klütz vom 12. 4. 2021

Hier die Vorlage des Architekten Klaus Heselhaus aus Klütz/Hamburg, der selbst als Sachkundiger Einwohner Mitglied im Bauausschuss der Stadtvertretung Klütz ist.

Übersichtsskizze der geplanten Baumaßnahmen finden sich in den Unterlagen zur Entscheidung der Stadtvertretung Klütz und unten auf dieser Seite.

Bericht in der Ostseezeitung vom 11. 5. 2021

Korrektur zum Artikel

Die E-Mail-Adresse der Arbeitsgruppe Wohlenberger Wiek lautet
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
also .net am Ende, nicht .de

 

Aufruf AG Wo WiMittlerweile gibt es die Initiative zu einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Entwicklung der Wohlenberger Wiek beschäftigen möchte. Sprecherin ist Frau Miro Zahra aus Plüschow. Frau Zahra ist als Sprecherin der Initiative über   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen.

 

 

Naturschutz in der Wismarbucht mit der Wohlenberger Wiek

 

 

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Die Wohlenberger Wiek ist als Teil der Wismarbucht eine Bucht in der Ostsee zwischen Wismar und Boltenhagen. Der Begriff "Wiek" steht für Bucht in der Ostsee.

Ein naturbelassener Strand ist seit  jeher das Ziel vieler Familien. Das Wasser ist vom Strand aus weit in die Ostsee hinein flach, dass macht die Wohlenberger Wiek zu einem idealen Badestrand für Familien mit kleinen Kindern.

Die Wiek ist ein Tummelplatz vieler Wasservögel, die hier wunderbar beobachtet werden können.

Die Wohlenberger Wiek gehört im Nordwesten zur Gemeinde Klütz und im Osten zur Gemeinde Hohenkirchen. Beide sind Teil des Amtes Klützer Winkel.

 


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Jetzt gibt es Pläne, die Wohlenberger Wiek "touristisch zu erschließen". Die Stadtvertretung hat am 12. April 2021 einen entsprechenden Beschluss gefasst (siehe unten). Die Wohlenberger Wiek soll bebaut werden. Wie so oft spielt das Zauberwort Fördermittel eine große Rolle.  -> NDR.

Das Vorhaben hat eine intensive Diskussion des Für und Wider ausgelöst, die vor allem von der Ostseezeitung abgebildet worden ist. Leider sind die Texte aus der Ostseezeitung nicht frei verfügbar. Es gab eine Umfrage der Ostseezeitung, nach der die Leser der Ostseezeitung das Vorhaben ablehnen.

Am 23. März 2021 haben junge Einwohner des Klützer Winkels einen Leserbrief in der Ostseezeitung veröffentlicht:

Liebe Leser/-innen, als junge Erwachsene, die im Klützer Winkel aufgewachsen sind und den Naturstrand in der Wohlenberger Wiek sehr schätzen, möchten wir unsere Bedenken zum vorgeschlagenen Ausbau eines „Stadtstrandes“ in der Wohlenberger Wiek bekunden.

Die Wohlenberger Wiek ist in ihrer Form einzigartig und in unseren Augen eine der schönsten Buchten Norddeutschlands! Aufgrund des naturbelassenen Charakters und der bisher wenig unverbauten Umgebung ist sie ein bedeutendes Aushängeschild des Klützer Winkels, um den uns viele Bundesländer beneiden. Für Anwohner/-innen und Gäste lädt dieser natürliche Küstenabschnitt zum Baden und Spazieren ein – ohne viel menschengemachten Komfort. Es ist sehr bedauerlich, dass immer weniger solcher Strände existieren. Die touristische Infrastruktur wird sowohl im Ostseebad Boltenhagen als auch in Hohen-Wieschendorf weiterhin ausgebaut.

Des Weiteren gehört die Wohlenberger Wiek zur Landschaftseinheit Wismarbucht, die nach EU-Recht als FFH-Gebiet und Vogelschutzgebiet eingestuft ist. Sie erfüllt damit eine Vielzahl ökologischer Funktionen und stellt Lebensraum zahlreicher Brut- und Zugvögel dar. Nicht nur die Naturbelassenheit der Wohlenberger Wiek als Alleinstellungsmerkmal würde durch das geplante Projekt verloren gehen, sondern auch ein wichtiger ökologischer Schutzraum für heimische Flora und Fauna würde gefährdet und zerstört.

Das Projekt könnte erst der Anfang eines zukünftigen Ausbaus touristischer Infrastruktur einhergehend mit der Zerstörung von Naturschönheit sein. Das aktuelle Beispiel der Dünenpromenade in Boltenhagen, welche durch Fördermittel entstanden ist, kann als abschreckendes Beispiel genommen werden, denn das eigentliche Ziel, barrierefrei zu flanieren, ist nur mehr als unzureichend umgesetzt worden.

Wir sollten aus diesen Fehlern lernen, mit Fördergeldern verantwortungsbewusster umzugehen. Warum wird das Geld nicht in den seit 30 Jahren verrottenden Anleger investiert, um so einen Mehrwert für Einwohner und Gäste zu schaffen? Erholung lebt von Natur, darum sollte in unseren Augen das Ziel des Klützer Winkels sein, Tourismus behutsam und durchdacht zu gestalten. Die Idee eine 4,5 Millionen teure „Copacabana“ zu errichten, ist hier eindeutig fehl am Platz. Wir wünschen uns, dass auch nachfolgende Generationen die Ursprünglichkeit des Klützer Winkels erleben können. Es ist nicht zielführend, durch weitere Verdichtung die Zerstörung der Natur in Kauf zu nehmen. Schlussendlich schätzen wir als Einheimische des Klützer Winkels die Nähe zur Natur. Das möchten wir auch in Zukunft noch tun können.

Wir appellieren an den Bürgermeister Jürgen Mevius und die Stadtvertreter der Stadt Klütz, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen und keine Beantragung von Fördermitteln für dieses Projekt vorzunehmen.

Janos Freuschle, Produktdesigner (24 Jahre, Kalkhorst); Konstantin Koch, Student Politikwissenschaft (24 Jahre, Boltenhagen)  Von Catherine Koch, Niklas Dobberschütz, Leonardo Kommke, Janos Freuschle, Konstantin Koch

 

Die Copacabana von Klütz: An Wohlenberger Wiek soll ein Stadtstrand entstehen Ostseezeitung vom 25. 3. 2021  Ostseezeitung vom 25. 3. 2021

Hier die Planungsunterlagen, die den Beschlussfassungen der Stadtvertretung Klütz zugrunde gelegen haben.

Leider hat der Architekt Heselhaus in keinerlei Weise die Natur der Wohlenberger Wiek und der Wismarbucht aufgegriffen und will der Wohlenberger Wiek ein konsumorientierte, pseudomoderne "touristische Infrastruktur" verpassen, die in dieser Art an vielen x-beliebigen Stellen an x-beliebigen Küsten zu finden sein könnte.